Laut einer Studie der Wirtschaftsuniversität Wien generierten die Top 100 innovativsten Unternehmen in Deutschland 2010 48,4 Prozent ihres Umsatzes mit Produktneuheiten und innovativen Verbesserungen. 86 Prozent dieser Firmen verzeichneten innerhalb von drei Jahren ein schnelleres Wachstum als der Marktdurchschnitt. Doch woher kommt dieser Erfolg?
Beim Thema Innovation liegt die Assoziation zu Start-Ups, kreativen Werbeagenturen oder IT-Firmen nahe. Doch Neuerungen haben nichts mit dem Alter, der Größe oder Reputation eines Unternehmens zu tun, sondern mit der Flexibilität der Mitarbeiter im Umgang mit neuen Ideen. Vorstand und Firmenchefs sind die treibende Kraft, um die Umsetzung der generierten Ideen zu initiieren. Unternehmen, die ein effektives Innovationsmanagement betreiben, agieren viel strategischer am Markt und sichern sich Wettbewerbsvorteile. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten die folgenden Phasen durchlaufen werden:
Welche Ziele verfolgt das Unternehmen? Wohin soll es gehen? Wo liegen interne Probleme?
Sollen Services oder Produkte verbessert werden? Wird eine neue Technologie auf den Markt gebracht? Ideen-Sammlung von Kunden, Mitarbeitern etc.
Erfolgsversprechende Ideen werden gefiltert und systematisch erfasst
Passende Innovationsmodelle festlegen
Wer setzt welche Aufgaben um? Wie informiere ich alle Mitarbeiter über Ideen und Veränderungen?
Gewähltes Modell innerhalb von Projekten oder Bestandsprozessen umsetzen
Bei Produktneuerungen werden diese auf dem Markt platziert
Viele Betriebe erkennen die Notwendigkeit von Innovationen, entwickeln aber trotzdem keine Neuheiten. Der Weg von der Idee zur Umsetzung bedeutet immer einen stetig andauernden Prozess. Von Mitarbeitern, Partnern oder Lieferanten wird dies oft als Störung wahrgenommen. Eine offene Kommunikation zu den Vorteilen der Innovation kann Abhilfe schaffen. Innovative Unternehmen arbeiten ständig an ihrem Geschäftsmodell, suchen sich neue Kooperations-Partner oder richten ihre Produktpalette neu aus.
Innovative Unternehmen reagieren auf die Kreativität ihrer Mitarbeiter. Die Ideen der Angestellten müssen nicht, aber können zu einer Umsetzung führen. Langjährige Mitarbeiter können ihre Erfahrungen gut einfließen lassen, z.B. zu einem bewährten Produkt, das neu entwickelt wird. Um innovativen Input anzukurbeln, sollten Firmen die Arbeitsumgebung nutzen. Ein gutes Arbeitsklima schafft Kreativität: Der richtige Einsatz von Equipment, Lounges zum Austausch und Freizeitangeboten motiviert Ihre Mitarbeiter.
Viele Unternehmen setzen in ihrem Innovationsmanagement noch falsche Schwerpunkte: Neuerungen werden zu eng an einen bestimmen Kunden ausgerichtet, so dass die Übertragung auf die restlichen Kundenmärkte nicht funktioniert. Innovation ist Teil eines großen Ganzen, es kommt nicht nur auf neue Markteinführungen und aktuelle Technologien an. Zu jedem innovativen Unternehmen gehören ein funktionierender Vertrieb, Logistik und vor allem die Wirtschaftlichkeit. Zukunftsfähig wird ein Unternehmen, indem es Innovationen als Kernaspekt verinnerlicht: Mehr Umsatz, weniger Kosten, mehr Wachstum.
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