Sicherheit für Dokumente

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Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) haben nicht nur die Aufgabe, Informationen durch eine strukturierte Ablage schnell und einfach zugänglich zu machen. Ihnen obliegt es auch, dafür zu sorgen, dass nicht jeder Mitarbeiter ständig auf alle Dokumente zugreifen kann. Eine umfassende digitale Rechteverwaltung ist hierfür erforderlich.




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Bestimmte Dokumente wie beispielsweise vertrauliche Mitarbeiterdaten, Vorstands- oder Geschäftsleitungsunterlagen, streng geheime Kreditverträge oder das noch nicht offizielle Vertriebskonzept müssen einerseits schnell verfügbar sein. Andererseits dürfen diese Daten auch nicht jedem Mitarbeiter zugänglich gemacht werden. Gefragt ist daher ein umfassendes Information Rights Management (IRM), das die jeweilige Unternehmenshierarchie und -struktur vollständig berücksichtigt. Ähnlich wie beim Digital Rights Management (DRM), bei dem es um den Zugriffsschutz auf Multimediadaten geht, stellt IRM einen dauerhaften Daten- und Dokumentenschutz vor unautorisierter Nutzung sicher.




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Üblicherweise teilt ein Dokumentenmanagement-System Benutzern unterschiedliche Rollen und Zugriffsberechtigungen zu. Dabei ist jeder Anwender mindestens einer Gruppe zugeordnet, die über gesonderte Zugriffsrechte auf bestimmte Ordner oder Dokumente verfügt. Bestimmte Benutzergruppen haben beispielsweise keine Berechtigung, ein Dokument zu öffnen oder sie dürfen es zwar öffnen, aber nicht ändern. Andere Gruppen wiederum haben das Recht, bestimmte Dokumente zu ändern, aber nicht zu löschen. Gehört der Anwender mehreren Gruppen an, werden die Rechte addiert.




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Auf diesem Weg ist es beispielsweise der Geschäftsleitung möglich, vertrauliche Dokumente dauerhaft oder vorübergehend in einem Ordner abzulegen, der keinem oder nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich ist. Auf den ersten Blick erscheint die Methode der Zuteilung von Rechten nach Benutzergruppen ausgereift. Ein Benutzer jedoch verfügt immer über sämtliche Rechte und hat damit Einblick in alle Informationen, obwohl er normalerweise nicht dem Vorstand oder der Geschäftsleitung angehört. Die Rede ist vom Administrator.




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Vergabe von Besitzrechten

Es gibt daher noch eine weitere Technologie, mit der Dokumente lückenlos vor unautorisierten Zugriffen geschützt sind. Das Dokumentenmanagement-System ArcFlow beispielsweise bietet die Möglichkeit, das Zugriffsrecht auf bestimmte Dokumente für gewünschte Personen einschließlich dem Administrator zu sperren, ohne die Datei aus dem für Benutzer zugänglichen Ordner zu nehmen. Das Dokument ist dabei für unautorisierte Anwender vollständig unsichtbar. Den Zugriff auf das Dokument erlaubt die Führungsperson, indem sie an ausgesuchte User sogenannte Besitzrechte vergibt. Verfügt ein Anwender über ein Besitzrecht, ist er – je nach Einstellung – in der Lage, das Dokument entweder nur zu lesen oder darüber hinaus auch zu ändern und zu löschen.




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Soll ein Anwender auf das Dokument zugreifen können, ohne als Besitzer in die Rechtestruktur eingetragen zu werden, kann der Verfasser der Datei ein Passwort vergeben. Damit ist es dem Benutzer möglich, unabhängig von der vorhandenen Rechtedefinition auf die Unterlagen zuzugreifen. Diese alternative Methode erfordert weniger Aufwand, wenn beispielsweise eine ganze Abteilung Zugang zu einer Datei bekommen soll. Darüber hinaus sind Einstellungen möglich, die für eine zusätzliche Sicherheit sorgen. Beispielsweise kann der Vorgesetzte als Verfasser des Dokuments für seine Mitarbeiter nur ein Leserecht eintragen. Um die Datei zu ändern ist zunächst eine Änderung der Rechtedefinition erforderlich, die nur der Verfasser durchführen kann. Auf diesem Weg kann er verhindern, dass ein wichtiges Dokument ohne Rücksprache oder aus Versehen geändert wird.




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Fazit

Ein Dokumentenmanagement-System hat nicht nur dafür zu sorgen, dass Informationen einfach zugänglich sind. Es muss auch die für bestimmte Dokumente erforderliche Sicherheit und Anonymität garantieren. Im Idealfall werden vertrauliche Daten auch für den Administrator unsichtbar und unzugänglich gemacht, ohne dass ein Eingreifen in die bestehende Rechtestruktur erforderlich ist.

06/2008, Timo Bast



Timo Bast ist Projektleiter bei ArcFlow.


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