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E-Mail-System der Zukunft

Dem rasanten Aufstieg des E-Mails zu einem der führenden Kommunikationsmittel weltweit
folgte schon bald die Ernüchterung.
Noch vor einigen Jahren undenkbar, haben die
Teilnehmer an der E-Mail-Kommunikation heutzutage mit einer zunehmenden digitalen
Verschmutzung zu kämpfen. Egal, ob es sich dabei um die zwar nervige und zeitraubende,
aber vergleichsweise für den Computer harmlose Variante des Spam-E-Mails handelt, oder ob
fingierte E-Mails gefährliche Viren oder andere digitale Schädlinge verbreiten:
Die
E-Mail-Kommunikation steckt in einer ernsthaften Krise
Falls diese Entwicklung sich in
dieser Form und Intensität fortsetzt, scheint der digitale E-Mail-Verkehr mit ähnlichen
Problemen konfrontiert wie der Straßenverkehr. Es drohen immer mehr Staus, Baustellen und
gefährliche Situationen. Bei beiden Verkehrsmitteln wird der Ruf nach anderen
Transportmöglichkeiten ständig lauter. Was für den Straßenverkehr der Umstieg auf Schiene
und Wasserwege ist, findet sein digitales Äquivalent bei alternativen
Kommunikationskanälen wie Handy und Computer. Als Beispiel sei an dieser Stelle das
Konzept des TeamDrive genannt, welches einen kostenlosen Service zur automatischen
Dateisynchronisation über PC, Notebook und Internet beinhaltet und dabei alle relevanten
Sicherheitsmerkmale zum Schutz und zur sicheren Übertragung von Daten umfasst.
Die IT-Gemeinde wehrt sich
Jedoch ist die IT-Gemeinde nicht gewillt, dieser negativen Entwicklung tatenlos zuzusehen.
So ist der jährlich stattfindende Anti-Spam-Kongress, veranstaltet von eco – Verband der
deutschen Internetwirtschaft e.V., mittlerweile eine feste Größe. Diese Veranstaltung hat
in der Öffentlichkeit bisher sehr viel Beachtung gefunden und das allgemeine Bewusstsein
für die Problematik drastisch geschärft. Auch die Software Initiative Deutschland e.V.,
kurz SID, hat sich diesem Thema vor kurzem angenommen, um im Expertenkreis mögliche
Lösungsansätze zu erarbeiten. Die zwei genannten Aktivitäten sind natürlich nur
beispielhaft für eine ganze Bewegung von kleinen und größeren Initiativen zu sehen, um der
Lage Herr zu werden.
Effektivität beim Schutz von E-Mail-Systemen
Eine wichtige Rolle beim Kampf gegen Spam, Viren und Co. spielen auch die
Softwarehersteller. Diese waren natürlich in den letzten Jahren ebenfalls nicht untätig,
wenn es darum geht, mit neuen Programmen den Schutz vor Datenmüll und Schädlingsbefall
wirksam zu verbessern. Jedoch ergeben sich hierbei immer noch und wieder Risiken mit
ernstzunehmenden Konsequenzen.
Ein Unternehmen, das beispielsweise einen Spam-Filter
aktiviert hat, kann sich noch immer nicht sicher sein, dass alle E-Mails, die dort landen
sollten, dies auch tun. Der umgekehrte Fall ist schlimmer, da viele unbedenkliche und
wichtige elektronischen Nachrichten im Gegenzug wiederum im Spam-Papierkorb landen. Die
aktuelle Situation zeigt, es gibt noch viel zu tun, will die permanent wachsende
IT-Gemeinde auch zukünftig das E-Mail als effizient einsetzbares Kommunikationsmittel
nutzen.
Aktuelle Studie befasst sich mit "E-Mail-Systemen der Zukunft"
Aus diesem Grund hat der Systemintegrator Document Dialog eine bundesweite Studie in
Auftrag gegeben, die die "E-Mail-Systeme der Zukunft" näher beleuchtet. Im Rahmen dieser
Untersuchung wurden die Meinungen von rund 100 Fach- und Führungskräften der deutschen
Wirtschaft erfragt.
Starke Forderung nach Spam-Schutz und Sicherheit
Demnach sehen 94 Prozent der deutschen Unternehmen in einem effektiven
Schutz vor Spam die wichtigste Anforderung an das E-Mail-System der Zukunft.
Was sind Ihrer Meinung nach die Anforderungen, die zukünftig an E-Mail-Systeme gestellt
werden? (Mehrfachnennung möglich)
Effektiver Schutz vor Spam
Das Thema Sicherheit ist das zweite wichtige Kriterium. 82 Prozent der Befragten
(Mehrfachnennungen waren möglich) schätzen diesen Punkt als sehr wichtig, weitere 15
Prozent als immerhin noch wichtig ein.
Wie relevant schätzen Sie das Thema "Sicherheit bei ausgehenden E-Mails" ein?
Dies zeigt, dass Datensicherheit und Schutz vor unerwünschten Überraschungen wie Spam und
Computerviren auch in Zukunft und wohl in noch stärkerem Maße als bisher die
beherrschenden Inhalte bei der E-Mail-Thematik sein werden. Dies ist ein deutliches Signal
an die Software-Hersteller, sowohl den bisherigen Bedrohungen als auch darüber hinaus den
neuen Herausforderungen, die uns zweifellos bevorstehen, mit innovativen Software-Lösungen
zu begegnen.
Wunsch nach problemlosem Versand und Empfang von E-Mails
Laut Document-Dialog-Studie erwarten 71 Prozent der
Fach- und Führungskräfte außerdem, dass sie zukünftig problemlos jedes E-Mail-System zum
Empfang von Nachrichten verwenden können (Mehrfachnennung möglich).
Für den gleichen Prozentsatz ist es ebenfalls wichtig, dass sie keine zusätzliche
Software als Empfänger installieren müssen.
Aussage zur E-Mail-Integration in Dokumenten Management Systeme
Etwas abgeschlagen ist mit 62 Prozent die Forderung nach einer Integration von E-Mails in DMS-Umgebungen (Mehrfachnennung möglich).
Geschätztes Gesamtaufkommen von elektronisch verschickten Rechnungen
So sieht knapp ein Drittel der befragten Topmanager den Anteil der per E-Mail verschickten
Transaktionsdokumente bereits heute bei mehr als 50
Prozent des Gesamtaufkommens. Weitere 42 Prozent der Firmen schätzen den aktuellen Anteil
immerhin schon auf 26 bis 50 Prozent.
Wie groß ist Ihrer Meinung nach der heute per E-Mail verschickte Anteil der ausgehenden
Transaktionsdokumente, wie Rechnungen, Lieferscheine etc., am Gesamtaufkommen?
Weitere Entwicklung des E-Mails
Bei der Frage nach der weiteren Entwicklung des E-Mails in der täglichen Kommunikation
waren sich die Topmanager einig: Glatte 100 Prozent gehen davon aus, dass der Anteil der
elektronischen Post am Gesamtaufkommen verschickter Unterlagen auch zukünftig weiter
ansteigen wird. Diese Prognose ist aus zweierlei Gründen von großer Bedeutung. Zum einen
wird eine weitere Zunahme des E-Mail-Verkehrs vorausgesagt, obwohl die Bedrohungen für
eine effiziente Kommunikation über diesen Kanal nicht weniger werden. Zum anderen darf
keinesfalls außer Acht gelassen werden, welche herausragende Stellung die E-Mail als
Kommunikationsmittel bereits in der heutigen Wirtschaftswelt einnimmt.02/2007, Andreas Reineke

|  | Andreas Reineke ist Director Sales & Marketing bei der Document Dialog GmbH mit Sitz in Bielefeld. Als einer der führenden Systemintegratoren in Europa hat sich Document Dialog auf Dokumenten- und Output-Management spezialisiert.
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